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Grünfarbener Balken

 

Geschichte des 20. Jahrhunderts
 

Thema:

 

Negative Bevölkerungspolitik. Verfolgung männlicher Homosexueller in der NS-Zeit

In dieser Hausarbeit habe ich mich damit beschäftigt, dass männliche Homosexualität bzw. das Ausleben dieser im Gebiet des heutigen Deutschlands sehr lange Zeit diskriminiert, kriminalisiert und strafrechtlich verfolgt wurde. Ziel dieser Arbeit war es, einen Überblick zu geben über die spezielle Lebenssituation männlicher Homosexueller zwischen 1871 und 1945. Dazu habe ich die jeweiligen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Verfolgungssituation im Kaiserreich, in der Weimarer Republik und in der NS-Zeit herausgearbeitet. Der Schwerpunkt der Arbeit lag aber auf der Darstellung theoretischer Überlegungen führender NS-Funktionäre, warum homosexuelle Liebe staatlich verfolgt werden musste, und auf der Darstellung der eigentlichen Verfolgungspraxis der Nazis. Dabei bin ich auch auf virulente Widersprüchlichkeiten eingegangen. Die dieser Arbeit zugrundeliegende These war, dass es im Vergleich zum jüdischen keinen "schwulen" Holocaust gegeben hat, dass homosexuelle Männer aber sehr wohl eine Feindgruppe der nationalsozialistischen Ideologie darstellten und unter der Nazi-Herrschaft zu leiden hatten.

Entstehung: 1999, Umfang: 36 Seiten

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Thema:

 

Die Entfesselung des Hasses: Antijüdische Stereotype in den Karikaturen und Hetzartikeln des "Stürmers"

In dieser Hausarbeit habe ich mich mit der nationalsozialistischen Wochenzeitung "Der Stürmer" beschäftigt, die von dem als "Frankenführer" bezeichneten und in den "Nürnberger Prozessen" zum Tode verurteilten Julius Streicher herausgegeben wurde. Ziel dieses als "pornographisch" etikettierten Hetzblattes war es, seine Leser auf einen blinden Hass gegenüber jüdischen Mitmenschen einzuschwören und damit die deutsche Bevölkerung für einen zentralen Aspekt der NS-Ideologie zu gewinnen. Die Arbeit konzentrierte sich dabei auf die Zeit zwischen 1923 und 1933, dem Ersterscheinungsjahr der Zeitung und dem Ende des demokratischen Systems der Weimarer Republik. Untersucht wurden u.a. die inhaltlichen und formalen Veränderungen der Zeitung in dieser Zeit. Mein besonderes Erkenntnisinteresse richtete sich aber vor allem auf die im "Stürmer" permanent wiederholten stereotypen Vorstellungen, die über Juden seit jeher im Umlauf waren, nun aber im "Stürmer" in einer extrem gebündelten Weise wiedergegeben wurden. Beschäftigt habe ich mich deshalb auf theoretischer Ebene mit den miteinander zusammenhängenden Aspekten des Antisemitismus und der Stereotypenbildung sowie mit der Geschichte und Interpretationsmöglichkeiten von Karikaturen. Exemplarisch habe ich in dieser Arbeit drei antisemitische Karikaturen des "Stürmers" analysiert.

Entstehung: 2002, Umfang: 40 Seiten

PS: Da ein sehr aufgeweckter und interessierter Leser, dem ich dafür äußerst dankbar bin, mich auf einen eigentlich unverzeihlichen Fehler in meiner Arbeit hingewiesen hat, fühle ich mich verpflichtet, diesen zu korrigieren: Der langjährige Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Hermann Luppe war nicht Mitglied der SPD, wie ich es fälschlicherweise geschrieben habe, sondern gehörte der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) an.

 

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Grünfarbener Balken

Mittelalterliche Geschichte
 

Thema:

 

Die Anfänge der Inquisition in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Ketzerverfolgung durch Konrad von Marburg

In dieser Hausarbeit untersuchte ich die Anfänge der Inquisition im hochmittelalterlichen Deutschland und konzentrierte mich dabei insbesondere auf ihre Entstehung und ihre Besonderheiten unter dem Inquisitor Konrad von Marburg (geb. zw. 1180-90, gest. 1233). Da in der Forschung eine rege Diskussion darüber besteht, seit wann man im Zusammenhang von kirchlicher und staatlicher Ketzerbekämpfung von „Inquisition“ sprechen kann, habe ich versucht, die prozessuale Entstehung der Inquisition im Hochmittelalter von 1184 bis 1252 nachzuzeichnen. Dabei bin ich zunächst auch auf die Ursachen der Entwicklung und damit verbunden die primären Adressaten der Inquisition eingegangen, mit anderen Worten auf die Entstehung der Ketzerbewegungen und die Reaktionen der kirchlichen und staatlichen Machtträger auf diese. Im darauf folgenden Teil habe ich mich dann der Ketzerbekämpfung durch Konrad von Marburg gewidmet und an diesem exemplarisch die Vorgehensweise und Machtbefugnisse der Inquisitoren in der Anfangsphase verdeutlicht.

Entstehung: 2000, Umfang: 31 Seiten

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Thema:

 

Jeanne d'Arc - Abkömmling des Hochadels und nicht als Hexe verbrannt? Die revisionistischen Thesen

In dieser Hausarbeit habe ich mich mit den zwei revisionistischen bzw. heterodoxen Thesen beschäftigt, die Frankreichs "Nationalheilige" Jeanne d'Arc in ein vom geschichtswissenschaftlichen Mainstream abweichendes Licht zu rücken versuchen. Zum Inhalt der beiden Thesen: Die sogenannte "Bastardthese" geht davon aus, dass Jeanne d'Arc nicht die Tochter einer Bauernfamilie aus dem lothringischen Domrémy gewesen sei, sondern die illegitime Tochter von Herzog Ludwig von Orleans und Isabeau von Bayern, der Gattin des Königs Karl VI., geboren sei sie 1407 und nicht 1412. Ihre adlige Herkunft und damit ihre (geschwisterliche) Verwandtschaft mit dem Dauphin Karl VII. sind damit die Faktoren, die Jeannes bekannten Aufstieg und ihr Agierenkönnen erklären sollen. Dieser These steht die andere These, die ich in meiner Hausarbeit als "Überlebensthese" bezeichnet habe, gegenüber: Danach sei Jeanne d'Arc nicht am 30. Mai 1431 in Rouen auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden, sondern sie habe in Wirklichkeit noch viel länger gelebt, verbrannt worden sei nicht sie, sondern irgendeine andere zum Tode verurteilte Person. Ausführlich bin ich in dieser Arbeit auf die jeweiligen Argumente für und gegen die Thesen sowie auf ihre historiographischen Entstehungsgeschichten eingegangen. Abschließend habe ich jeweils beide hinsichtlich ihres "Wahrheitsgehaltes" bewertet.

Entstehung: 2002, Umfang: 40 Seiten

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Didaktik der Geschichte

 

Thema:

 

Die Judenverfolgung in "Damals war es Friedrich". Geschichtsdidaktische Analyse der Darstellung des Holocausts in der deutschen Jugendliteratur nach 1945

In dieser Hausarbeit habe ich am Beispiel des Buches "Damals war es Friedrich" von Hans Peter Richter untersucht, wie der Holocaust in der Jugendliteratur behandelt werden kann bzw. wird. Die Jugendliteratur, die sich mit dem Holocaust beschäftigt, steht vor einem grundsätzlichen Problem der sachadäquaten Behandlung des Themas: Stets befanden und befinden sich die SchriftstellerInnen auf einer Gratwanderung, entweder zu viel von den Grausamkeiten zu berichten, was möglicherweise zu belastend für Jugendliche sein könnte, oder aber in einer simplifizierenden, undifferenzierten Weise zu wenig zu offenbaren und damit ein "verzerrtes" Geschichtsbild bei den LeserInnen zu formen. Wie diese Behandlung in der deutschen Jugendliteratur stattgefunden hat, habe ich anhand geschichtsdidaktischer Überlegungen am Buch "Damals war es Friedrich" dargestellt. "Damals war es Friedrich" ist das in deutschen Schulen am häufigsten benutzte Buch zum Thema Holocaust und für viele SchülerInnen womöglich das einzige, das die meisten mit dem Thema in Berührung bringt bzw. gebracht hat. Ob die Wahl dieses Buches für den Unterricht gerechtfertigt ist, habe ich in der Hausarbeit untersucht.

Entstehung: 1999, Umfang: 23 Seiten 

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